Archiv für den Monat: Juli 2015

Freifunk ist keine Grauzone

Uns freut es sehr, Resonanz von Zeitung und Online-Medien zu Freifunk und unserem Engagement zu bekommen, auch in Bezug auf die Versorgung von Flüchtlingsheimen.
Freifunk liegt uns sehr am Herzen, und wir wollen diese Idee gerne mehr in der Öffentlichkeit haben. Nur ist uns leider aufgefallen, dass in den Berichten und Artikeln oft falsche Dinge behauptet werden. Wir unterstellen keine bösen Absichten, sondern sehen eher das Problem darin, dass wir mit unseren Erklärungen nicht verstanden werden.

Hier wollen wir insbesondere die immer wieder zu findende Aussage beleuchten, Freifunk handle in einer „rechtlichen Grauzone“ (Beispiele: Stuttgarter Zeitung, Spiegel Online).

Dazu sehen wir uns zuerst das Telemediengesetz an, welches sich in § 8 auf die Durchleitung von Informationen in einem Kommunikationsnetz bezieht:

§ 8 Durchleitung von Informationen
(1) Diensteanbieter sind für fremde Informationen, die sie in einem Kommunikationsnetz übermitteln oder zu denen sie den Zugang zur Nutzung vermitteln, nicht verantwortlich, sofern sie
1. die Übermittlung nicht veranlasst,
2. den Adressaten der übermittelten Informationen nicht ausgewählt und
3. die übermittelten Informationen nicht ausgewählt oder verändert haben.
Satz 1 findet keine Anwendung, wenn der Diensteanbieter absichtlich mit einem Nutzer seines Dienstes zusammenarbeitet, um rechtswidrige Handlungen zu begehen.
(2) Die Übermittlung von Informationen nach Absatz 1 und die Vermittlung des Zugangs zu ihnen umfasst auch die automatische kurzzeitige Zwischenspeicherung dieser Informationen, soweit dies nur zur Durchführung der Übermittlung im Kommunikationsnetz geschieht und die Informationen nicht länger gespeichert werden, als für die Übermittlung üblicherweise erforderlich ist.

Dieser Paragraph betrifft eben auch Freifunk, da wir ehrenamtlich und in Bürgerhand eine Infrastuktur zur Kommunikation anbieten. Auch die jeweiligen Absätze gelten für Freifunk: weder wählen wir die übermittelten Informationen, noch wählen wir die jeweiligen Adressaten aus, noch veranlassen oder verändern wir sie. Den Buchstaben des Gesetzes nach müsste eigentlich schon der Privatmensch, der das heimische WLAN anderen Menschen zur Verfügung stellt, als Diensteanbieter von der Haftung für die Inhalte freigestellt sein.

Leider sehen die Gerichte in Deutschland das zum Teil anders und haben das Konstrukt der Störerhaftung, wie es zum Beispiel auch bei der allgemeinen Betriebsgefahr eines Autos besteht, auf den Betrieb von Internetanschlüssen übertragen.

Um diesen Missstand zu umgehen, sammeln die Freifunknetze — auch in Stuttgart — im Moment den ans übrige Internet gerichteten Datenverkehr an zentralen Stellen („Gateways“) und schicken ihn von da aus über verschiedene Wege zu den Zieladressen. Zu diesen Wegen gehört der Förderverein Freie Netzwerke in Berlin aber auch gemietete Server und VPN-Endpunkte im Ausland (Niederlande, Frankreich, Dänemark, Schweiz, …). Die Freifunk-Knotenbetreiber hingegen werden zu Teilen des Netzes, so wie die Basisstationen eines Mobilfunknetzes.

Dadurch wird nicht das Recht gebeugt oder eine Grauzone ausgenutzt, sondern nur eine technisch andere Konstellation geschaffen. Als Diensteanbieter tut der Freifunk hier nichts, das die „großen“ Netzbetreiber nicht auch täten.

Wilhelm und Dentaku

36. Umsonst & Draußen Stuttgart

Vom 7.-9. August 2015 findet das diesjährige U&D Stuttgart auf dem Unicampus in S-Vaihingen statt. Zum ersten mal wird auch Freifunk Stuttgart vor Ort sein.

Plakat 36. U&D Stuttgart
Plakat 36. U&D Stuttgart

Zum einen werden wir versuchen, das Areal und somit die Festivalbesucher mit Freifunk zu versorgen. Eine beachtliche Aufgabe, da mit bis zu 3000 Besuchern gerechnet wird. Eine Veranstaltung dieser Größe haben wir bislang noch nicht versorgt. Wir werden hoffentlich nicht nur Erfahrungen sammeln, sondern auch zufriedene Freifunknutzer hinterlassen 😉
An dieser Stelle auch schon mal vielen Dank an Selfnet e.V., die auf dem Vaihinger Campus Internet in den Wohnheimen zur Verfügung stellen und uns einen Uplink in einem nahegelegenen Wohnheim überlassen.

Daneben werden wir noch einen Infostand betreiben, an dem ihr alle Fragen bezüglich Freifunk loswerden könnt. Oder uns Rückmeldungen geben könnt.
Neben 18 Bands wird es noch ein Forum Migration geben. Hier findet unter anderem ein Erfahrungsaustausch von Flüchtlingen und Ehrenamtlichen statt. Wir werden versuchen, uns mit unseren Erfahrungen in der Flüchtlingshilfe einzubringen.

Hardwaretechnisch ist Christian bereits gut vorbereitet:

Christian hat seine Truhen geöffnet - 10 Ubiquiti M2 und 2 M5
Christian hat seine Truhen geöffnet

Dennoch können wir noch Installationsmaterial und beispielsweise Outdoor-Verlängerungskabel gebrauchen. Wer Interesse hat, den Stand mitzubetreuen oder bei Auf- und Abbau zu helfen, darf sich gerne auf der Mailingliste melden.
Generell besteht die Möglichkeit, auf dem Zeltplatz des U&D zu übernachten. Auch hier bitte zügig melden, damit wir noch einen Platz für das Zelt beim Veranstalter organisieren können.

Augen auf beim Routerkauf

Bereits beim letzten Treffen wurde thematisiert, dass bei Großhändlern einige aktuell unterstützte Router nicht mehr zu haben sind. Teils gibt es eine neue Versionsnummer, teils wird die Gerätereihe komplett ersetzt. Zu den betroffenen Geräten gibt es neue Erkenntnisse teilweise direkt von TP-Link Deutschland.
Die Dualbandrouter TP-Link WDR3500, WDR3600 und WDR4300 sind EOL, also End of Life und somit am Ende ihres Produktlebenszyklus. Von dieser erfolgreichen Reihe wird es keine direkten Nachfolger geben, sondern durch die TP-Link Archer C Reihe ersetzt. Diese Geräte werden bereits von openWRT unterstützt. Dies ist Voraussetzung dafür, dass sie überhaupt von der Freifunkfirmware gluon unterstützt werden können. Dennoch befinden sich Geräte dieser Reihe in einem frühen experimentellen Stadium, da es noch Probleme mit dem Meshing im 5 GHz-Bereich gibt. Deshalb der Hinweis: Es gibt aktuell von Freifunk Stuttgart KEINE Firmwareimages für diese Geräte.
Noch ist der WDR3600 im Einzelhandel zu haben und kann selbstverständlich weiterhin verwendet werden, aber die Preise zogen in den letzten Wochen bereits ordentlich an.
Der TP-Link WR841n(d) wird laut TP-Link weiterhin verfügbar sein. Von diesem Gerät werden etliche Versionen von Freifunk Stuttgart unterstützt. Die aktuelle Hardwareversion ist die Version 9. Anscheinend soll es eine neue Version 10 geben. Leider wurde dieses Gerät noch nicht in der freien Wildbahn gesichtet, aber wie es aussieht, gibt es kaum/keine Unterschiede zur Version 9. Dennoch empfehlen wir beim Kauf darauf zu achten, Geräte mit der Hardwareversion 9 oder kleiner zu erwerben.
Selbes gilt für den TP-Link 1043nd v2, der bald durch den v3 ersetzt werden soll. Achtet auch hier darauf, nur die aktuell sicher unterstützte Version 2 zu erwerben, es sei denn, ihr wollt es testen. Sollte jemand die neue Version haben, sind wir an Erfahrungen stark interessiert bzw. würden diese Router gerne testen und erfahren, wo man die neue Geräteversion bereits erwerben kann.
Wie gesagt gab es noch keinen Fall, aber bevor es zu einem Fehlkauf kommt, möchten wir hiermit frühzeitig darauf hinweisen. Sobald wir näheres wissen, werden wir die euch hier informieren.

Ansonsten gibt es ein neues Beta-Image für eine virtuelle Maschine kvm. Dies kann bei größeren Setups interessant sein, oder für Menschen, die bereits einen kvm-Server am Laufen haben und über eine weitere Instanz mehrere Freifunk-Knoten bzw. Accesspoints per LAN anbinden wollen und einen besseren Datendurchsatz zu unseren Gateways erhalten wollen. Dieses Firmwareimage sollte zwar stabil laufen, wurde aber noch nicht ausreichend getestet, weshalb es eine Beta-Version ist. Über Feedback freuen wir uns.

Alle unterstützten Router könnt ihr in unseren FAQs finden. Bei Fragen könnt ihr euch gerne an unsere Mailingliste wenden.

Update 14:15:TP-Link Deutschland hat via Twitter mitgeteilt, dass beim TP-Link 1043nd v3 Chipsatz und Flash-Speicher gleich bleiben, womit auch die neue Version problemlos unterstützt werden sollten. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte vorerst darauf geachtet werden, noch die Version 2 zu erwerben.

Freifunkknoten leichter finden

Viele kennen bereits unsere Freifunkkarte. Dennoch kommen manchmal Fragen, wie man den nächsten Freifunkknoten am besten finden kann. Dies soll mit diesem Artikel geklärt werden, zumal es mehrere Möglichkeiten gibt:

Unsere eigene Stuttgarter Freifunkkarte, welche von Flip entwickelt wurde:

<a href="http://karte.freifunk-stuttgart.de">karte.freifunk-stuttgart.de</a> (Kartendaten von <a href="http://www.openstreetmap.org/">OpenStreetMap</a> – Veröffentlicht unter <a href="http://opendatacommons.org/licenses/odbl/">ODbL</a>)
karte.freifunk-stuttgart.de (Kartendaten von OpenStreetMap – Veröffentlicht unter ODbL)

Bei dieser Karte werden je nach Zoomstufe die einzelnen Knoten zusammengezogen. Fährt man mit dem Mauszeiger über einen einzlenen Knoten, so bekommt man den Namen und die Anzahl aktuell verbundener Clients angezeigt.
Wenn man den „Mesh“ Button oben rechts drückt, werden die Mesh-Verbindungen der einzelnen Router dargestellt. Ebenso können dort die offline Nodes angezeigt werden.
Links oben ist ein kleiner, unscheinbarer, schwarzer Button mit weißem Kreuz. Wird dieser geklickt, werden beim nächsten Klick auf die Karte die Koordinaten angezeigt. Dies ist sehr hilfreich beim Konfigurieren eines neuen Knotens.
In der Kopfleiste verbirgt sich unter dem Reiter Node List alle Freifunk Stuttgart Router (offline und online, mit und ohne Koordinaten). Die Sortierung kann nach jeder Spalte geänder werden und aufgrund des Knotennamens kann gefiltert werden. In der letzten Spalte wird das derzeit verwedete Gateway angezeigt. Dies kann hilfreich sein, um Probleme zu finden.
Unter dem Reiter Statistik kann man für die letzten 90 Tage bzw. 24 Stunden sehen, wie viele Nodes registriert waren, wie viele davon online waren und wie viele Endgeräte verbunden waren. Angezeigt wird jeweils der Höchstwert, der in dieser Periode zeitgleich gemessen wurde.

Eine weitere Karte ist der Meshviewer. Viele Communities verwenden den Meshviewer zur Darstellung ihrer Knoten:

<a href="map.freifunk-stuttgart.de"> Meshviewer</a> (Kartendaten von <a href="http://www.openstreetmap.org/">OpenStreetMap</a> – Veröffentlicht unter <a href="http://opendatacommons.org/licenses/odbl/">ODbL</a>)
Meshviewer (Kartendaten von OpenStreetMap – Veröffentlicht unter ODbL)

Der Meshviewer zieht die Knoten beim Herauszommen nicht zusammen und zeigt auch immer kürzlich offline gegangene Knoten an. Ebenso werden immer die Meshverbindungen angezeigt. Auch Clients werden direkt um den Knoten herum mit Punkten dargestellt.
Auf der linken Seite oben findet sich ein Button mit drei Punkten, die miteinander verbunden sind. Drückt man hier drauf, so wechselt der Modus der Karte in eine Wolke aller Knoten, Clients und Mesh-Verbindungen.
Durch Klicken auf einen Knoten werden links weitere Informationen eingeblendet, beispielsweise die Knoten-Statistik sowie die Statusseite zum jeweiligen Knoten sowie die Anzeige, welche Knoten verbunden sind. Dies ist jedoch nur innerhalb des Freifunk Stuttgart Netzes sichtbar. Des weiteren liefert Meshviewer Daten wie die Uptime, die längsten Meshlinks und welche Knote neu online oder offline gegangen sind. Viel mehr Details also, dafür etwas unübersichtlicher. Aber mehr als spannend, gerade für Nodebetreiber.

Für iOS gibt es schon länger eine App, für Android seit kurzem. Beide Apps werden derzeit zügig weiterentwickelt und es sind viele Communities bundesweit hinterlegt.

Wer eine Community sucht oder einen schnellen Überblick, welche Freifunk Community derzeit wie viele Knoten hat, findet dies unter freifunk.net. Demzufolge haben wir Stand heute insgesamt 16.526 Freifunkknoten – im Februar waren es noch rund 11.000.

Flüchtlingsunterkunft in Fellbach mit Freifunk versorgt

Seit knapp zwei Wochen wird in Fellbach die erste Flüchtlingsunterkunft mit Freifunk Stuttgart versorgt.
Bereits nach der gelungenen Installation in Gomadingen hat Freitag Kontakt zum Freundeskreis Asyl Fellbach aufgenommen. Stefan vom Freundeskreis war sofort begeistert von der Freifunk-Idee und wollte das in den Container-Unterkünften umsetzen. Ähnlich wie in den anderen Installationen, sollte der Internetanschluss über den Freundeskreis laufen und von diesem finanziert werden.
Nach einem ersten vor Ort Termin ging es in die Detailplanung. Es wurde ein Provider mit vierwöchiger Vertragslaufzeit gewählt und überlegt, welche Freifunk-Hardware vor Ort Sinn macht. Problem bei dieser Unterkunft ist nämlich, dass es sich um metallene Wohncontainer handelt, welche das WLAN-Signal entsprechend dämpfen.
Vor zwei Wochen wurde dann endlich der Internetanschluss freigeschaltet und Stefan konnte vier Router installieren. Mittlerweile hat Stefan die Platzierung der Freifunk-Knoten etwas optimiert und das Netz läuft stabil. Freifunk wurde sehr gut angenommen und die Bewohner sind mehr als glücklich. Surfen, Chatten und E-Mails schreiben funktioniert einwandfrei, gar Youtube-Clips laufen meist flüssig. Nur das Skypen klappt nicht zu jederzeit. Dies liegt unter anderem daran, dass sich bis zu 80 Endgeräte einen gewöhnlichen DSL-Anschluss teilen.

Mit dieser Unterkunft werden durch Freifunk Stuttgart in Kooperation mit dem jeweiligen Freundeskreis/Arbeitskreis fünf Unterkünfte versorgt. Weitere Flüchtlingsunterkünfte in Stuttgart und der Region haben Interesse bekundet. Teilweise ist aber die Bereitstellung eines Internetzugangs nicht einfach, da der Freundeskreis es zum einen finanzieren muss und zum anderen die Erlaubnis der Kommune bzw. des Eigentümers benötigt, in den Unterkünften eine Internetanschluss installieren zu lassen.

Bundesweit werden weit mehr Flüchtlingsunterkünfte durch die verschiedenen Freifunk-Communities versorgt. Eine Sammlung ist im freifunk.net Wiki zu finden.

Firmware Update erfolgreich ausgerollt

Letzte Nacht wurde nach mehrwöchigen Tests die neue stable Firmware ausgerollt. Bereits 310 Nodes haben das Update erfolgreich installiert. Die anderen Online-Knoten laufen entweder mit Beta-Firmware oder haben das Auto-Update deaktiviert.
Unsere Firmware basiert jetzt auf dem aktuellen Gluon v2015.1.1. Gluon ist eine von Freifunkern entwickelte OpenWRT-Distribution, welche in Stuttgart seit dem 23.09.2014 aktiv eingesetzt wird. Mit dieser Gluon Version wurde unter anderem behoben, dass durch versehentliches Drücken von mehr als 5 Sekunden des Resetknopfes die Einstellungen des Nodes verloren gingen. Dies kam in der Vergangenheit hin und wieder vor, wenn man in den Konfigurationsmodus gelangen wollte, wozu man den Resetknopf solange drücken muss, bis alle LEDs einmal gleichzeitig aufleuchten.
Außerdem kann jetzt Mesh-On-LAN im Konfigurationsmodus aktiviert werden. Seither ging dies nur per SSH. Das ist nicht nur bequemer, sondern hat auch den Vorteil, dass diese Einstellung Updates übersteht, was seither nicht der Fall war.
Außerdem werden ein paar weitere Geräte unterstützt. Wer manuell updaten möchte, findet hier die Sysupgrade-Images. Wer neu flasht findet hier das passende Factory-Image

Weitere Änderungen sind, dass sich Nodes standardmäßig nur noch mit einem Gateway per Fastd-VPN verbinden. Dies hat den Vorteil, dass das Grundrauschen nur einmal übertragen wird. Dies ist vor allem für Gebiete merkbar, in denen die digitale Offensive der Bundesregierung noch nicht ankam und dementsprechend wenig Bandbreite zur Verfügung steht.
Last but not least unterstützt der Konfigurationsmodus jetzt auch eine englische Lokalisierung. Heißt, dass abhängig der Browsereinstellungen automatisch deutsch oder englisch gewählt wird.

Übrigens: bis zum Update hatten einige Router eine Uptime von 75 Tagen. Diese Geräte sind also seit dem letzten Update stabil durchgelaufen.

Sollten Fragen auftauchen, dann am besten an die Mailingliste wenden oder zum Treffen am Montag gehen.

Treffen 13.07.2015

Kommenden Montag findet unser Monatstreffen um 19 Uhr im shackspace, Ulmer Str. 255, S-Wangen.
Eine Agenda, die gerne noch ergänzt werden kann, findet ihr im Wiki.
Themen sind u.a. die Entwicklung in den Flüchtlingsheimen (mittlerweile werden fünf Unterkünfte mit Freifunk Stuttgart versorgt). Ein Rückblick auf vergangene Veranstaltungen, sowie die konkretere Planung von kommenden Veranstaltungen.

Wer Aufkleber benötigt oder unsere neuen Flyer/Aufsteller „Digitale Gastfreundschaft“ kann beim Treffen welche bekommen.

Unser neuer Aufsteller "Digitale Gastfreundschaft"
Unser neuer Aufsteller „Digitale Gastfreundschaft“

Eingeladen sind alle Interessierten, FreifunkerInnen, Vereinsmitglieder und solche, die es werden wollen.

Freifunk Stuttgart auf dem Heusteigviertelfest

Vergangenes Wochenende fand das 37. Heusteigviertelfest im Stuttgarter Süden statt.
Wie im letzten Blogartikel berichtet, war der Freundeskreis Süd mit einem Infostand vertreten, um über ihr ehrenamtliches Engagement in den Flüchtlingsunterkünften vor Ort zu informieren. Unter anderem das Frauenfrühstück, Kinderbetreuung oder die Kleiderkammer, wofür beispielsweise aktuell keine Kleiderspenden gesucht werden, sondern Menschen, die ehrenamtlich die Kleiderausgabe betreuen können. Neben diesen Bereichen gibt es seit dem 24.6. auch Freifunk in einer Flüchtlingsunterkunft im Stuttgarter Süden. Hierfür hat der Freundeskreis Spenden gesammelt und alles organisiert, um einen DSL-Anschluss vor Ort zu bekommen und diesen zu finanzieren.

Infostand des Freundeskreis Süd
Infostand des Freundeskreis Süd

Von uns Freifunkern waren Flip und Christoph (zu Anfang) vor Ort. Um aber nicht nur über Freifunk zu informieren, hat Flip Franks Demonode ausgeliehen, welcher schon bei der Steinlachmesse in Mössingen zum Einsatz kam. Somit konnten wir den Besuchern via LTE-Router Zugang zum Freifunk Stuttgart Netz ermöglichen.

Franks Demonode samt LTE-Router
Franks Demonode samt LTE-Router

Unabhängig vom Freundeskreis Süd kam noch eine telefonische Anfrage bei Thomas von der Karnevalsgesellschaft Gesellschaft Möbelwagen e.V. rein, welche ebenfalls auf dem Heusteigviertelfest vertreten waren und ihren Besuchern gerne Freifunk angeboten hätte. Dank des Demonodes und der Nähe des Standes (ca. 30 m), konnten wir dort einen weiteren Freifuk-Router einstecken und dank Mesh (WLAN-Verbindung der Router) konnten auch dort die Besucher versorgt werden.
Nachdem der Infostand des Freundeskreises Süd am frühen Abend abgebaut wurde, ging es bei der Gesellschaft Möbelwagen bis Mitternacht weiter. Flip hat den Demonode beim Infostand ab- und bei der Gesellschaft Möbelwagen wieder aufgebaut. Frank hat für beide Nodes eine kumulierte Nutzergrafik erstellt. Als der eine Freifunk-Router nicht mehr benötigt wurde, gibt es eine kurze Lücke, welche Frank interpoliert hat (farbig hervorgehoben).

Nutzerstatistik für das Heusteigviertelfest
Nutzerstatistik für das Heusteigviertelfest

Ohne viel Werbung für das Freifunkangebot waren immer zwischen fünf und zehn Endgeräte verbunden. Gegen Ende hat es sich wohl etwas herumgesprochen, so dass knapp 20 Endgeräte online waren.
Vielen Dank nochmals an den Freundeskreis Süd, dass sie über ihr WLAN und somit über uns informiert haben und wir an deren Stand auch etwas über Freifunk informieren durften – mit vielen positiven Rückmeldungen. Teils gar messbar. Denn seit dem Heusteigviertelfest gibt es zwei neue Standorte im Stuttgarter Süden 😀

Falls jemand „sein“ Straßenfest mit Freifunk versorgen möchte, informieren wir gerne und unterstützen dies. Am besten und einfachsten ist es, wenn es vor Ort in der Nähe des Festes einen Internetanschluss gibt, der verwendet werden kann.