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Freifunk in der S-Bahn – Regionalversammlung berät

Pendler werden es kennen, wenn man morgens auf dem Weg zur Arbeit mit der S-Bahn fährt wünscht man sich oft statt einer „wackeligen“ LTE-Verbindung eine stabile WLAN-Verbindung ohne Datenbegrenzung. Wäre es nicht schön wenn es diese gäbe?

Wie die Regionalversammlung beschlossen hat, soll WLAN in den S-Bahnen kommen (die Stuttgarter Zeitung berichtete). Hier wäre die Idee von Freifunk eine gute Möglichkeit, um den Nutzern der S-Bahn unkompliziert einen freien Zugang zum Netz zu ermöglichen.

Gegenüber anderen Lösungen hat die Freifunk-Idee seinen besonderen Charme. Es ist keine Anmeldung erforderlich, sondern man verbindet sich einfach per WLAN ohne Registrierung und Login. Gerade bei der S-Bahn, wo man unter Umständen nur ein paar Stationen fährt ist dies ein essentieller Vorteil, da man sofort lossurfen kann. Für eine weltoffene Region hat dies für Touristen und Besucher besondere Vorteile, da keine funktionierende SIM-Karte benötigt wird oder mit teuren Roaming-Gebühren eine SMS geschickt werden muss. Ebenso entfällt eine Registrierung per E-Mail (was bereits mobiles Internet voraussetzen würde) oder gar die Authentifizierung über ein soziales Netzwerk. Dies bedeutet auch, dass bei Freifunk keine personenbezogenen Daten gespeichert werden und das Surfverhalten der Nutzer nicht ausgewertet und durch personalisierte Werbung monetarisiert wird.
Somit ist Freifunk im Gegensatz zu anderen Lösungen ein Modell, das nicht nur einen kostenlosen Netzzugang bietet, sondern darüber hinaus auch ein wirklich freies Netz ist.

Der Verkehrsausschuss der Region Stuttgart will das Freifunk-Prinzip in seinen Planungen für die Ausstattung der S-Bahnen mit WLAN berücksichtigen. Die Fraktion Die Linke + Pirat hat in ihrer Haushaltsrede Freifunk als Lösung vorgeschlagen.
Freifunk Stuttgart e.V. ist parteiunabhängig und für Gespräche mit allen Beteiligten offen. Sehr gerne kommen wir zu Gesprächen im Verkehrsausschuss, mit der S-Bahn Stuttgart, dem VVS oder dem Stadtmarketing.

Wir würden uns sehr freuen, wenn sich die Regionalversammlung Stuttgart für die S-Bahnen nicht nur für eine kostenlose, sondern für eine freie und datenschutzfreundliche Lösung entscheidet.

100 Nodes in 100 Tagen….

… naja fast – es hat dann doch etwas länger gedauert und doch hätte niemand gedacht, dass es so rasant an Fahrt aufnimmt. Zur Erinnerung: Am 23.09.2014 hat Leonard die erste Stuttgarter Gluon-Firmware veröffentlicht. Am 11.01.2015 wurde dann erstmals die 100er Marke geknackt, also pünktlich zur Mitgliederversammlung am 13.01.2015.
Seit dem vergangenen Wochenende scheint sich die Zahl der Onlinenodes auf über 100 Stück zu stabilisieren. Vergangenen Sonntag waren bei bestem Wetter kurzfristig sogar 108 Freifunkrouter online.

Nicht nur innerhalb der Stadtgrenzen kamen einige Standorte unter anderem in S-Vaihingen, S-Süd oder S-Ost hinzu, auch in der Region Stuttgart bekamen wir Zuwachs. Beispielsweise das Fitnessstudio thommySPORTS in Vaihingen an der Enz oder die Kneipe Hirsch in Mutlangen (Ostalbkreis). Sogar im badischen Offenburg betreibt der dortige Chaostreff Offenburg zu Testzwecken einen Knoten.
Allen neuen Knotenbetreibern ein herzliches Willkommen bei Freifunk Stuttgart. Gerne könnt ihr über die Freifunk Stuttgart Mailingliste oder bei einem Treffen Kontakt mit der Stuttgarter Community aufnehmen.

Nachdem cams21 ein Interview mit Freifunk Stuttgart geführt hat, wurde dieses heute publiziert. Außerdem hat cams21 ein aktuelles Screencast erstellt, in dem gezeigt wird wie einfach man Nodebetreiber werden kann 😉 Vielen Dank hierfür.

Ansonsten haben vergangenen Sonntag die Freifunker in Korntal etwas mit Richtfunk experimentiert – einfach mal auf der Karte Mesh aktivieren und nach Korntal zoomen. Somit gibt es „von-Haus-zu-Haus“ vernetzte Knoten nicht nur in Weissach (Kurzdistanz mit Standardroutern) und Weinstadt (Richtfunk mit Selbstbau Outdoorgehäuse), sondern auch im schönen Korntal.

Neben einem stetigen Wachstum wäre es natürlich toll, wenn wir dieses Jahr auch mehrere Freifunkrouter in Stuttgart miteinander verbinden könnten. Falls jemand geeignete Standorte kennt, um beispielsweise Halbhöhenlage und einen Innenstadt Standort zu verbinden, hat der Verein hierfür das notwendige Equipment, um bei freier Sicht mehrere Kilometer zu überbrücken. Also einfach kurz melden.

Organisatorisch muss der Verein nach der Neubesetzung des Vorstandes eíngetragen werden. Und für die kreativen Köpfe: Es werden noch Menschen gesucht, die gerne Flyer, Informaterialien und Aufkleber gestalten.

Es gibt also 2015 viel zu tun und Hilfe ist jederzeit Willkommen. Packen wir es an! 😀