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1. Stuttgarter Flüchtlingsunterkunft mit Freifunk

Seit vergangenem Freitag wird die Flüchtlingsunterkunft in S-Rohr mit Freifunk versorgt. Dies war relativ kurzfristig durch die Vorarbeit des Stuttgarter Hackerspace shackspace möglich. Dank dem ehrenamtlichen Engagement des shackspace wurde über Spenden bereits ein Internetanschluss finanziert und vor Ort ein Internetcafé eingerichtet. Wie die Stuttgarter Nachrichten berichteten, war das Problem, dass die rund 180 Bewohner nur zu bestimmten Zeiten Zugang zu den vier PCs hatten und dann beaufsichtigt surfen konnten.
Da viele Bewohner über ein WLAN-fähiges Gerät verfügen (z.B. preiswertes Smartphone, gespendete Notebooks), war ein unbeschränkter Zugang zum Internet der logische Schritt. Andrerseits gilt in Deutschland die Störerhaftung und Anschlussinhaber sind im Zweifelsfall haftbar. Dieses Problem kann mit der Freifunk gelöst werden.
Anders als im Zeitungsartikel geschrieben, „verschleiern“ wir keine „Spuren“, sondern schützen Menschen, die kostenfrei ihren Internetzugang teilen. Diesen Aufbau verwenden auch immer mehr kommerzielle Hotspot Betreiber für Gastronomen o.ä. Deshalb sei hier auch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Freifunk kein Anonymisierungsdienst ist.

Der Kontakt zum shackspace war schnell aufgebaut, da dort auch unsere monatlichen Treffen stattfinden.

Letztlich waren wir zu sechst und konnten direkt elf Router installieren. Der Großteil der Router wurden von den Freifunkern und Pi gespendet. Die beiden leistungsstärkeren Router TP-Link 1043nd v2 & TP-Link WDR3600 stellen die Verbindung ins Internet her und wurden vom Freundeskreis der Flüchtlingsunterkunft finanziert.

Matze beim Konfigurieren eines Routers
Matze beim Konfigurieren eines Routers

Flächenmäßig konnten mit dieser Installation so gut wie alle Bereiche in den beiden Gebäuden abgedeckt werden. Die Router sind per Funk verbunden (meshen), wodurch keine Netzwerkkabel installiert werden mussten. Allerdings werden vom am weitesten entfernten Router fünf Hops bis zu den beiden Uplink-Nodes im Internetcafé benötigt. Dies und die hohe Anzahl an Benutzer führt dazu, dass man surfen, Kurznachrichten und E-Mails schicken kann. Das schauen von Youtube-Clips ist je nach Standort möglich.
In einer zweiten Runde wird versucht die Konfiguration zu optimieren und durch die Installation eines Outdoorrouters die Anzahl der Hops zu verringern. Eventuell kann sich der Freifunk-Router Betreiber direkt nördlich der Einrichtung melden. Bei Interesse könnte dessen Node in das Mesh eingebunden werden.

Knoten & Mesh in der Arthurstraße
Knoten & Mesh in der Arthurstraße ((Kartendaten von OpenStreetMap – Veröffentlicht unter ODbL)

Insgesamt war es eine gelungene Aktion. Vielleicht etwas hemdsärmelig umgesetzt, denn bei drei Routern sind momentan keine Koordinaten eingetragen – dies soll aber in der zweiten Runde geändert werden.
Meist sind zwischen 40 und 50 Endgeräte zeitgleich online.

Wer sich fragt, weshalb wir auch Flüchtlingsheime mit Freifunk versorgen, sollte den Kontakt zu Flüchtlingen aufnehmen und mit diesen Menschen darüber reden, welche Bedeutung es für sie hat. Leon Scherfig, der Autor des oben genannten Zeitungsartikels, hat zu dem Thema auch einen sehr guten Kommentar geschrieben.

Freifunk Stuttgart unterstützt aus diesen Gründen aus vollster Überzeugung solche Projekte. Darüber hinaus machen wir Freifunk nicht nur für Flüchtlinge, sondern für alle! Und das ohne Anmeldung, ohne zeitliche Limitierung und ohne Filterung. Jeder ist eingeladen Freifunk zu benutzen und den eigenen Internetanschluss zu teilen. Je mehr Menschen digitale Gastfreundschaft vorleben, desto höher ist die Chance, dass man vor Ort einen Freifunkknoten findet. Wer teilt gewinnt!

Wie ein Freifunk-Router eingerichtet wird, wird im Wiki erklärt. Bei einem Treffen helfen wir auch bei der Konfiguration.
Gerne unterstützen wir auch andere soziale Einrichtungen (z.B. Obdachlosenheime, Suppenküchen, Jugendhäuser, o.ä.) bei der Installation der Router. Was wir benötigen, ist ein Internetzugang vor Ort oder aus der Nachbarschaft, sowie kompatible Router.

Bei Bedarf einfach melden. Wir helfen gerne weiter oder können bei Einrichtungen auch einen vor Ort Termin machen und konkret erklären, wie das mit dem Freifunk funktioniert 😉

Bereits Ende Juni wird ein weiteres Flüchtlingsheim im Stuttgarter Süden durch das Engagement des dortigen Freundeskreises und Freifunk Stuttgart ans Netz gehen – wir freuen uns!

StN: „Stadt will kein WLAN – Kein freies Internet für Flüchtlinge“

Heute erschien in der Onlineausgabe der Stuttgarter Nachtrichten (StN) ein Artikel zur Problematik der in Stuttgart lebenden Flüchtlingen, welche keinen freien Zugang zu Internet haben.
Bereits in der Vergangenheit haben wir berichtet, dass wir sehr gerne behilflich sind, Flüchtlingsunterkünfte mit Freifunk zu versorgen.
Gerade für Flüchtlinge ist es von immenser Bedeutung einen günstigen unbeschränkten Zugang zum Internet zu haben, um mit der Heimat zu kommunizieren, sich zu informieren oder Vokabeln nachzuschlagen. Aktuell ist die Situation für die meisten Flüchtlinge so, dass sie ihr weniges Geld für Prepaid-Karten ausgeben müssen, um Zugang zu mobilen Internet zu bekommen – denn einen Vertrag dürfen sie nicht abschließen. Das Problem dabei ist, dass das Datenvolumen nach kurzer Zeit aufgebraucht ist und somit ein sinnvolles kommunizieren nicht möglich ist.
Aus diesem Grund sind bereits Ende November erste Freundeskreise auf uns zugegangen. Bei unserem Februartreffen waren gar Vertreter von drei verschiedenen Freundeskreisen vor Ort.
Leider gibt es in keiner Stuttgarter Flüchtlingsunterkunft Freifunk, u.a. wegen der im Artikel der StN genannten unberechtigten Befürchtungen.
In Gomadingen auf der schwäbischen Alb gibt es beispielsweise seit über zehn Wochen Freifunk Stuttgart. Möglich wurde dies in Gomadingen, da auf Initiative des Gomadinger Asylkreises ein Internetanschluss in dem ehemaligen Feriendorf aktiviert werden konnte – finanziert durch den Freundeskreis. Außerdem haben weitere Menschen ihren Internetanschluss geteilt. Hier nochmals die Blogartikel vom 20. März2015 und dem 2. April 2015. Seither haben Mitglieder des Gomadinger Asylkreises das Netz weiter ausgebaut, so dass zur Zeit 26 Router betrieben werden, um 90 Menschen mit Freifunk zu versorgen.
Übrigens gab es seither weder in Gomadingen, noch im gesamten Freifunk Netz einen der „befürchteten Vorfälle“. Denn wer etwas illegales im Internet tun möchte, ist definitiv nicht auf ein freies WLAN angewiesen. Diese Personen kennen andere Wege, sich nicht nachvollziehbar im Netz zu bewegen oder verwenden eine anonyme Prepaidkarte. Im übrigen stellt Freifunk kein Anonymisierungsdienst oder ähnliches dar und es muss wohl nicht gesagt werden, dass Freifunk Stuttgart Straftaten nicht unterstützt, sondern im Gegenteil gesetzeskonform bei der Aufklärung von Straftaten mitwirkt – auch wenn wir hoffen, dass dies weiterhin nicht vorkommen wird.

Das Gomadinger Modell zeigt aber, wie es für die öffentliche Hand, Betreiber und die Menschen vor Ort schnell und einfach mit Freifunk ein Zugang zum Internet realisiert werden kann.

Wenn alles klappt, sollte bald eins der Stuttgarter Unterkünfte nach dem Gomadinger Vorbild online gehen. Sprich, der Internetanschluss läuft auf ein Mitglied des Freundeskreises, die Infrastruktur wird von Freifunk gestellt, die Routerhardware ebenfalls vom Freundeskreis.

Wir freuen uns auf einen Dialog mit der Stadt und stellen gerne Freifunk als Lösung vor, um mehr Menschen in Flüchtlingsunterkünften einen einfachen und kostengünstigen Internetzugang zu ermöglichen.

Update: Gestern ist in den Stuttgarter Nachrichten noch ein Artikel zur o.g. Stuttgarter Unterkunft erschienen, die ab Ende Juni mit freiem WLAN versorgt werden soll

Freifunk in den Stuttgarter Nachrichten

Zunächst einmal begrüßen wir herzlich die Leserinnen und Leser der Stuttgarter Nachrichten. Eine Anleitung, wie man einen Freifunkrouter einrichtet und welche Router unterstützt werden, sind in dieser Wiki Seite zu finden. Ansonsten ist bereits kommenden Montag (13.04.) um 19 Uhr unser monatliches Treffen im shackspace, Ulmer Str. 255, S-Wangen. Dort kann beim Einrichten eines Freifunkrouters geholfen werden.
Sollte der kommende Termin zu kurzfristig sein, finden am 11.05. und 08.06 die nächsten Treffen statt, also immer am zweiten Montag des Monats. Alternativ kann auch gerne per E-Mail mit uns Kontakt aufgenommen werden oder über unsere Mailingliste.
Für diejenigen, welche die heutige Ausgabe der Stuttgarter Nachrichten (StN) nicht gelesen haben, folgende Infos: Die StN widmen uns fast eine ganze Seite und einen kurzen Artikel auf der Titelseite. Online zu finden sind die folgenden Artikel:

Außerdem ist in der Printausgabe eine Infobox, wie man Freifunk nutzen kann und FreifunkerIn werden kann, sowie eine Karte mit den Standorten in der Innenstadt.
Die ganze Karte ist hier zu finden.
Apropos Karte und Statistik, nachdem wir ja „100 Nodes in 100 Tagen“ und „180 Nodes in 180 Tagen“ knapp verfehlt haben, haben wir „200 Nodes in 200 Tagen“ ebenfalls verfehlt – diesmal aber übertroffen 😀
Gestern Abend waren kurzzeitig 201 Freifunkrouter zeitgleich online. Morgen werden seit dem 23.09., der ersten Veröffentlichung der aktuellen technischen Lösung, 200 Tage vergangen sein.

Neu hinzugekommen sind einige Router, z.B. in Heumaden, in Talheim und Mössingen (9 Stück) und seit Mittwoch wird in Vaihingen an der Enz eine Flüchtlingsfamilie mit Freifunk versorgt.

Ansonsten einen sonnigen Start ins Wochenende und auf die nächsten 100 bis zum Kirchentag! 😀

Ausbau in Gomadingen

Am 31.3. haben sich Flip, Christoph und Wilhelm nach Gomadingen aufgemacht, um das dort bestehende Freifunknetz weiter auszubauen. Wie bereits berichtet, konnten bei der ersten Aktion noch nicht alle Unterkünfte mit Freifunk versorgt werden. Außerdem sind bereits weitere Familien angekommen beziehungsweise werden erwartet, so dass bald 70 Flüchtlinge in dem ehemaligen Feriendorf leben.
Das bestehende Angebot wurde sehr gut angenommen. Allerdings ist der Datendurchsatz bei bis zu 30 Geräten parallel nicht immer ausreichend.

Ankündigung des AK Asyl Gomadingen
Ankündigung des AK Asyl Gomadingen

Bereits bei unserem ersten Besuch, ist uns die überragende Sicht auf das Dorf aufgefallen. Die naheliegende Idee: „Wir binden das Dorf an, um mehr Internetbandbreite (Uplink) ins Feriendorf zu bekommen.“
Ulrich war sofort von der Idee begeistert und konnte sehr schnell jemanden finden, der bereit ist ein Teil seiner Bandbreite zur Verfügung zu stellen.
Um dies alles zu realisieren, hat Ulrich vom Arbeitskreis Asyl Gomadingen weitere Ubiquiti Picostations (für die größeren Strecken) und TP-Link 841N (für die Häuser) besorgt.

Wilhelm und Flip beim Konfigurieren der Router
Wilhelm und Flip beim Konfigurieren der Router

Mit einer Zwischenstation auf dem Dach des ehemaligen Speisesaals des Feriendorfes, konnte das Apartmenthaus an das bestehende Netz und ins Dorf angebunden werden. Im Apartmenthaus wurden dann drei Nodes aufgestellt und im bestehenden Netz wurden zwei weitere Häuser mit eigenen Routern ausgestattet, um die Netzabdeckung zu verbessern.
In den jeweiligen Häusern wurden wir immer herzlich von den dort wohnenden Menschen empfangen und zu einer Tasse Tee oder Cafe und einer kleinen Unterhaltung eingeladen.

Auch das Wetter hat fast die ganze Zeit mitgespielt. So war es zu Beginn noch trocken und wir konnten die Picostation auf dem Dach des ehemaligen Speisesaals installieren.

Picostation auf dem Dach des Speisesaals
Picostation auf dem Dach des Speisesaals
Verlegen des Kabels ....
Verlegen des Kabels ….
... und Christoph sorgt dafür, dass es in den Speisesaal kommt
… und Christoph sorgt dafür, dass es in den Speisesaal kommt
Blick auf Gomadingen von ffs-feriendorf-gomadingen-pico1
Blick auf Gomadingen von ffs-feriendorf-gomadingen-pico1

Gegen Ende fing es an zu Regnen. Doch waren die Netzaufbauer bei den schlimmsten Regengüssen gerade in den Häusern zugange und blieben somit vor allzu schlimmer Nässe oder starken Windböen verschont.

Blick aufs Feriendorf aus Sicht der ffs-feriendorf-gomadingen-pico1
Blick aufs Feriendorf aus Sicht der Pico1

Als nächstes ging es zum neuen Uplink in Gomadingen. Vor Ort wurden wir sehr herzlich empfangen und konnten relativ zügig die zweite Picostation und den Uplink-Node installieren.

Die Verbindung ins Feriendorf.
Die Verbindung ins Feriendorf.

Als Nebeneffekt wird der Gomadinger Bahnhof durch den neuen Uplink abgedeckt. Somit hat Gomadingen den ersten Bahnhof im Stuttgarter Freifunknetz, der komplett mit Freifunk versorgt wird 😀

Bahnhof Gomadingen
Bahnhof Gomadingen

Deshalb tragen diese Nodes auch die Namen ffs-gomadingen-bhf und ffs-gomadingen-bhf-pico. Seit Dienstagnachmittag besteht das Netz in Gomadingen aus 14 Knoten und es mesht ganz ordentlich. Alle drei Picostations sind miteinander verbunden. Das Apartmenthaus „sieht“ nur die neue Picostation, die Häuser weiter südlich „sehen“ nur die erste Picostation. Dies hat den Nebeneffekt, dass sich die Last auf die beiden Internetzugänge besser verteilt.

Screenshot der Nodes (Punkte) und des Mesh-Netzwerk (grüne Linien)
Screenshot der Nodes (Punkte) und des Mesh-Netzwerk (grüne Linien) – Kartendaten von Lyrk & OpenStreetMap – Veröffentlicht unter ODbL

Es hat uns wieder Spass gemacht, das Freifunk Netz in Gomadingen auszubauen. Durch den zentralen Uplink im Dorf wird die Bandbreite und Ausfallsicherheit gesteigert. Außerdem können nun weitere Gomadinger in Funkreichweite das Netz erweitern und etwas Internetbandbreite teilen. Sollte Gomadingen noch flächendeckend mit Freifunk versorgt werden, wir sind bereit 😀

PS: Noch zwei Berichte des Arbeitskreises Asyl Gomdingen sind hier zu finden.

Flüchtlingsunterkünfte in Gomadingen mit Freifunk

Am 01.03.2015 hat uns Ulrich vom Arbeitskreis Asyl Gomadingen per E-Mail kontaktiert. Seine Frage lautete: „Gibt es eine Möglichkeit, das ehemalige Feriendorf auf der schwäbischen Alb mit Freifunk zu versorgen?“.
Die kurze Antwort lautete 20 Minuten später „Ja!“, denn wie bereits hier berichtet unterstützen wir solche Vorhaben. Allerdings ist es notwendig, dass eine Internetanbindung vor Ort oder im Dorf vorhanden sein muss.
Via Kurznachrichten hat Flip zugesagt, bei einer Umsetzung und Installation vor Ort zu helfen. Der Freundeskreis Asyl konnte einen Internetanschluss im Feriendorf organisieren.
Am 09.03.2015 hat Christoph beim Freifunktreffen im shackspace das Vorhaben vorgestellt. Das Projekt wurde im Plenum nicht nur positiv aufgenommen, sondern es haben sich einige Freifunker gefunden, die bei einem Vor-Ort-Termin und der Erstinstallation am 14.03. in Gomadingen unbedingt dabei sein wollten.
Ulrich hat zwei Freifunkrouter besorgt und sieben Freifunker haben sich mit etlicher Freifunk-Hardware und Equipment auf den Weg gemacht.

Teile des Equipments
Teile des Equipments

Vor Ort wurden wir von Jack, der guten Seele des Feriendorfs, Ulrich, den Bewohnern und Bürgermeister Betz freundlich empfangen.

Willkommens-Plakat im Gemeinschaftsraum
Plakat im Gemeinschaftsraum

Die Geräte wurden den ganzen Tag über konfiguriert und in den einzelnen Häusern installiert.

Wilhelm beim Vorbereiten der Router
Wilhelm beim Vorbereiten der Router

Der Uplink wird in Jacks Haus bereitgestellt und befindet sich in unmittelbarer Nähe des Gemeinschaftshauses.

Jacks Haus mit Uplink und Picostation auf dem Dach
Jacks Haus mit Uplink und Picostation auf dem Dach

In Jacks Haus befindet sich ein TP-Link 1043nd v2, ebenso im Gemeinschaftshaus. Das Signal wird von Jacks Haus über eine Ubiquiti Picostation auf dem Gelände verteilt, um die 66 bis 90 Meter zu den Unterkünften zu überwinden.

Blick auf die Häuser der Flüchtlinge
Blick auf die Häuser der Flüchtlinge

Das Signal der Picostation wird von drei TP-Link 841nd in den sechs Häusern der Flüchtlinge aufgegriffen und dort verteilt. Es handelt sich dabei um ein sogenanntes Mesh-Netzwerk, d.h. die Systeme stellen selbständig Verbindungen untereinander her und wählen dabei ohne manuelle Eingriffe immer den besten Weg, so dass auch Erweiterungen einfach möglich sind.

TP-Link 841nd mit Blick auf Jacks Haus
TP-Link 841nd mit Blick auf Jacks Haus

Die Installation der Geräte wurde immer wieder „unterbrochen“ und wir wurden von der Gastfreundschaft der Bewohner überwältigt. Bei Kaffee und Tee konnten wir uns mit einigen Bewohnern austauschen. Dies war wirklich eindrucksvoll und hat uns in unserem Tun mehr als bestätigt.
Ein größeres Apartmenthaus konnte noch nicht versorgt werden, da dies hinter einer Kuppe liegt und damit keine direkte Funkverbindung besteht. Hierfür wäre eine weitere Picostation auf der Kuppe notwendig – oder die Anbindung an mit dem Internet verbundene Freifunk-Knoten im Ort.
Am Ende eines langen Tages sind die sieben Freifunker glücklich nach Hause gefahren.
Diesen Freitag wurde der Internetanschluss geschaltet und seitdem ist über das Freifunknetz auch der Zugang zum Internet möglich. Somit haben alle Bewohner in ihren Unterkünften oder zumindest im Gemeinschaftshaus, die Möglichkeit mit der Heimat zu kommunizieren, Vokabeln nach zu schlagen und sich zu informieren – ohne teures Datenpaket.

Screenshot der Nodes (Punkte) und des Mesh-Netzwerk (grüne Linien)
Screenshot der Nodes (Punkte) und des Mesh-Netzwerk (grüne Linien) – Kartendaten von Lyrk & OpenStreetMap – Veröffentlicht unter ODbL

Es war sicherlich nicht das letzte Mal im idyllischen Gomadingen – denn in den nächsten Monaten werden weitere Häuser bezogen und das Apartmenthaus gilt es zu versorgen – wir freuen uns!