Augen auf beim Routerkauf

Bereits beim letzten Treffen wurde thematisiert, dass bei Großhändlern einige aktuell unterstützte Router nicht mehr zu haben sind. Teils gibt es eine neue Versionsnummer, teils wird die Gerätereihe komplett ersetzt. Zu den betroffenen Geräten gibt es neue Erkenntnisse teilweise direkt von TP-Link Deutschland.
Die Dualbandrouter TP-Link WDR3500, WDR3600 und WDR4300 sind EOL, also End of Life und somit am Ende ihres Produktlebenszyklus. Von dieser erfolgreichen Reihe wird es keine direkten Nachfolger geben, sondern durch die TP-Link Archer C Reihe ersetzt. Diese Geräte werden bereits von openWRT unterstützt. Dies ist Voraussetzung dafür, dass sie überhaupt von der Freifunkfirmware gluon unterstützt werden können. Dennoch befinden sich Geräte dieser Reihe in einem frühen experimentellen Stadium, da es noch Probleme mit dem Meshing im 5 GHz-Bereich gibt. Deshalb der Hinweis: Es gibt aktuell von Freifunk Stuttgart KEINE Firmwareimages für diese Geräte.
Noch ist der WDR3600 im Einzelhandel zu haben und kann selbstverständlich weiterhin verwendet werden, aber die Preise zogen in den letzten Wochen bereits ordentlich an.
Der TP-Link WR841n(d) wird laut TP-Link weiterhin verfügbar sein. Von diesem Gerät werden etliche Versionen von Freifunk Stuttgart unterstützt. Die aktuelle Hardwareversion ist die Version 9. Anscheinend soll es eine neue Version 10 geben. Leider wurde dieses Gerät noch nicht in der freien Wildbahn gesichtet, aber wie es aussieht, gibt es kaum/keine Unterschiede zur Version 9. Dennoch empfehlen wir beim Kauf darauf zu achten, Geräte mit der Hardwareversion 9 oder kleiner zu erwerben.
Selbes gilt für den TP-Link 1043nd v2, der bald durch den v3 ersetzt werden soll. Achtet auch hier darauf, nur die aktuell sicher unterstützte Version 2 zu erwerben, es sei denn, ihr wollt es testen. Sollte jemand die neue Version haben, sind wir an Erfahrungen stark interessiert bzw. würden diese Router gerne testen und erfahren, wo man die neue Geräteversion bereits erwerben kann.
Wie gesagt gab es noch keinen Fall, aber bevor es zu einem Fehlkauf kommt, möchten wir hiermit frühzeitig darauf hinweisen. Sobald wir näheres wissen, werden wir die euch hier informieren.

Ansonsten gibt es ein neues Beta-Image für eine virtuelle Maschine kvm. Dies kann bei größeren Setups interessant sein, oder für Menschen, die bereits einen kvm-Server am Laufen haben und über eine weitere Instanz mehrere Freifunk-Knoten bzw. Accesspoints per LAN anbinden wollen und einen besseren Datendurchsatz zu unseren Gateways erhalten wollen. Dieses Firmwareimage sollte zwar stabil laufen, wurde aber noch nicht ausreichend getestet, weshalb es eine Beta-Version ist. Über Feedback freuen wir uns.

Alle unterstützten Router könnt ihr in unseren FAQs finden. Bei Fragen könnt ihr euch gerne an unsere Mailingliste wenden.

Update 14:15:TP-Link Deutschland hat via Twitter mitgeteilt, dass beim TP-Link 1043nd v3 Chipsatz und Flash-Speicher gleich bleiben, womit auch die neue Version problemlos unterstützt werden sollten. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte vorerst darauf geachtet werden, noch die Version 2 zu erwerben.

13 thoughts on “Augen auf beim Routerkauf

  1. Momentan werde ich es so machen, dass ich schlichtweg auf jeden M2 Sektorantennenrouter VPN Gateway aktiviere. Eine M2 macht „danke“ fast identischer Hardware wie ein TP-Link 841N zwar auch nur 8 Mbit Up n Down, aber bei meheren Nanostations, ist das ja dann auch eine Art Loadbalancing.

    Was wir dringend brächten wäre ein x86 Image um über ne Virtualisierung einbinden diese kann, um es damit auf größere Setups mit vorhandenen Servern oder NÄSs, endlich maximalperformant gebacken zu bekommen.

    🙂

    1. Mehr Datendurchsatz als die rund 8 Mbit kann mit dem TP-Link WR1043nd v2 erreicht werden. Klar mehrere Geräte mit Uplink geht auch…. 😀

      Ein x86 Image wird in den nächsten Wochen als Beta-Version kommen. Wird nämlich seit dem letzten Update generell unterstützt. Allerdings aufgrund der anderen Architektur ist es eben der doppelte Aufwand…. einfach noch etwas gedulden 😉

    2. …und wenns etwas mehr vertikale Ausleuchtung sein darf:

      Ubqiuiti NanoStation M2
      Horizontal: 55°
      Vertikal: 53°

      TP-Link CPE210
      Horizontal: 65°
      Vertical: 35°

      …wobei die hoizontale Ausleuchtung des CPE210 auch u.U. natürlich sexy sein kann. 😉 Ich empfehle mal einen 3D Blick auf Google Earth Pro (mitterweile ja kostenlos). Da kannste mal über nen Screenshot eine Winkelschreibe drüberlegen.

  2. *lach* Mein Deutsch ist ja heute mal wieder der absolute Hammer! Ich schiebs auf die Ersatztastatur… 😉

    Danke docloy für die x86 Info. Freue mich schon und werde berichten – im Kontext zu M2 Nanostations und FTTH.

  3. @ Kiezkickerd

    Das ist sicherlich ein sehr guter und hilfreichr Hinweis, für den man glaube ich gar nicht dankbar genug sein kann. 🙂

    2 Probleme sind mit den 841ern leider stark vorhanden:

    o Die gigantische Verbreitung
    o Der günstige Preis
    o Der günstige Stromverbrauch

    Gleichzeitig steht aber enorme Benefits ohne die 841er gegenüber:

    o Die Wlanreichweite und Empfindlichkeit für den Rückkanals der Clients der 841N(D) ist geradezu unterirdisch. Im Vergleich zu einer M2 Rocket geschweige denn Nanostation.
    o Die Latenzen sind schlichtweg instabil, sprich man hat immer Timeouts.
    o Kein PoE
    o Keine Outdoorfähigkeit

    Meiner persönlichen Meinung nach, sind die 841er für einen ernsthaften (semi)professionellen Ausbau schlichtweg ungeeignet. Also als Indoorgateway für Wohnungen und als Präsentation das es so la la geht und weil man toll Aufkleber drauf befestigen kann – ok. Aber um sich zu Vermaschen im urbanen Umfeld oder eine stabile/performante Außen- oder Indoorausleuchtung hinzubekommen, muss man schon sagen sind die 941er alle fail.

    Hierfür bräuchte man eine klarere Komunikation die mit Best Practices die verschiedenen Situationen / Anforderungsszenarien dem interessierten baldigen Freifunker aufzeigt. Ganz klare Transparenz an Möglichkeiten, Notwendigkeiten, Preisen, Folgekosten aber auch Benifiten und Perspektiven.

    Daran arbeite ich gerade und packs in Wiki. Da sucht man nämlich derzeit bundesweit fast vergeblich. Also wenn es mal über eine 941N anstöpseln und hinstellen, hinaus geht.

    Für uns Freifunker ist hierdruch der größte Benefit, dass nicht Standort- und Mesh-Potenzial unötigerweise verschenkt wird, durch einen schlechten bzw. schlecht geplanten Ausbau. Qualität vor Quantität ist doch unser Motto.

    Aber selbst wenn jeder Mensch in seiner Wohnung eine 941N rumstehen hätte, will ich mal behaupten, würde eine stabiler/performanter Freifunkbetrieb technisch nicht möglich sein. Das denke ich muss allen klar sein.

    –> Nach innen funken alle Außenantennen, richtig nach außen funkt fast keiner.

    1. Fast keiner. ;=)
      https://www.dropbox.com/s/ipjfs2lyzmbc9h4/20150728_144445.jpg?dl=0

      Ursprünglich habe ich den Router immer nur bei schönem Wetter rausgestellt gehabt, und wenn ich zuhause war, um ihn bei Regen ggbf. schnell wieder rein holen zu können.

      Aber du hast schon recht, die meisten Router stehen wohl wirklich hauptsächlich drinne herum… Aber nachdem ich merkte, wie sehr so ein Doppelisolierglasfenster dämpft…
      Und so schlecht ist das Signal von dem nun auch wieder nicht, als er noch drinne stand, ging das Signal durch zwei tragende Wände hindurch. Nun gut, jetzt kommt noch das Isolierfenster hinzu. 😉

      Arbeitsaufwand, um den wetterfest in eine Vorratsdose zu bauen ne gute Stunde, Materialkosten mit allem drum und dran (Heißkleber, Stück Fahrradschlauch, Stück Schrumpfschlauch, etwas Styropor, paar Lagen Klopapier (falls sich doch mal Kondenswasser bilden sollte), dazu dann noch eine Vorratsdose mit Gummidichtung) echt vernachlässigbar.
      Werde ich wohl mal nen Beitrag zu ins Wiki schreiben.

      1. Sehr schöne Installation! Und zeigt, dass mit relativ wenig Aufwand viel erreicht werden kann.

        Wem eine Plastikboxlösung zu aufwändig ist, kann auch eine Ubiquiti Picostaion M2-HP nehmen oder um gerichtet eine Straße entlang auszuleuchten auch eine TP-Link CPE210.

      2. …und wenns etwas mehr vertikale Ausleuchtung sein darf:

        Ubqiuiti NanoStation M2
        Horizontal: 55°
        Vertikal: 53°

        TP-Link CPE210
        Horizontal: 65°
        Vertical: 35°

        …wobei die hoizontale Ausleuchtung des CPE210 auch u.U. natürlich sexy sein kann. 😉 Ich empfehle mal einen 3D Blick auf Google Earth Pro (mitterweile ja kostenlos). Da kannste mal über nen Screenshot eine Winkelschreibe drüberlegen.

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